La Chronique S(candaleuse)

MUSIKHÖREN UND HANDLUNGSFÄHIG BLEIBEN


D
u stehst auf der Brücke einer Untergrundbahn und lächelst mich in zwei geteilt an.
Der eine sieht aus wie mein Wolf mit diesen blauen, klaren, kalten, heißen Augen.
Ein kantiges Gesicht mit gemilderten, angetauten Ecken, ein Hauch von Zimt und Nelke berührt seine schneeweiße Haut, wie die warme Luft, die aus einer geöffneten Haustüre in die klirrende Winterluft entweicht.
Ich glaube, jeder kennt das.
Ich denke dabei an die Winter der Kindheit mit meterhohem Schnee und einer Hütte aus dunkelbraunem schweren, ausgetrocknetem, uraltem Holz inmitten von Unsichtbarkeit
und Unmenschlichkeit.
Du bist für mich so abgeschieden wie ferne Berge, wie der Südpol, wenn ich zu Hause in meinem Bett liege und ihn mir vorstelle. So viele Unbequemlichkeiten, die ich nicht bereit bin einzugehen. Dazu aber deine Schönheit. Ich bin gemartert, wie flambiertes Eis, meiner Wünsche nicht sicher und doch mit mir selbst im reinen.
Du siehst mich an und ich bin dir so nahe, doch du kannst es nicht sehen. Meine Gedanken des Begehrens fliegen schnurrende Pfeile in dein Blau. Die fernen Berge schauen nicht zurück. Der Südpol grüßt mich nicht.
Ich bekomme deine Blicke wie Ansichtskarten, von einem Absender, der die Adresse seiner Worte nicht kennt. Und dort niemals ankommt. Ich bekomme deine Reisegrüße und denke mir, scheiße du bist mir sehr ähnlich.
Dazu muss man wissen, dass du sehr nihilistisch bist, darin schlägst du mich um Längen und ich wusste das gar nicht. Verstehst du, ich wusste das nicht. Warum sagst du es dann jetzt überhaupt, wenn es längst zu spät ist. Wenn du deine Augen sehen könntest, deinen Blick, die mit den Worten zunehmende Entfernung, die mit der
Sprachmelodie anschwellende Abwendung, die mit dem Sinn sich steigernde Verinnerlichung deiner Sinne, bis du dich völlig von mir weggewandt hast. Ich bin entsetzt. Ich hasse dich dafür, dass du mir einen Abschiedsbrief schicken musst. Wen
interessiert das. Ich bin doch die ganze Zeit über da. Ich lebe doch noch. Du hättest doch kommen können. Ob ich dich vermissen werde, dein Blick lässt diese Frage offen. Wie gleichgültig kannst du mir werden. Finde eine Steigerung. Denn du bist mir nicht gleichgültig. Niemals. Ich lebe unter ständiger Hitze.
Vielleicht werde ich weinen, aber ich werde nicht verzweifeln.
Ich lebe unter ständiger Bewegung.
Dazu muss man wissen, dass es das Ende der Welt ist.
Du weißt das auch und meinst dass es sieben Weltkriege gab. Ich kann politischen Diskussionen nichts abgewinnen und frage nicht nach. Ich glaube dir, obwohl ich es zweifelhaft finde. Es ist egal. Geschehen ist geschehen. Ich fühle dich.
Die ganze Welt kann von mir aus zum Teufel gehen. Hier ist nichts mehr. Das sind deine Worte.
Dann geh, meine Antwort, das weiß ich jetzt.
Ich bin jetzt entsetzt über mich selbst, über meine Standhaftigkeit.
Hier, wo nichts mehr steht. Denn der Spielleiter hatte vor Begeisterung zu Beginn einen Damm weggerissen und die großen Wasser dieses breiten Flusses fluteten die
Stadt. Wie Berlin Alexanderplatz, nur eine Nadel aus Beton sticht zum Himmel, mit einer gewissen Bestimmtheit. Der Rest versank in flüssiger Vergessenheit, in einer gewissen Vergangenheit.
Es muss wohl so sein, denke ich noch und du sprichst auf mich ein, bevor du mit deinen blauen Augen und meinem ganzen Interesse in den Schacht springst. Der Zug der daher gerast kam, war voller Leute aber ohne Abdeckung, sodass ich sie auf ihren Plätzen sitzend oder stehend, sehen konnte, während er dich mitnahm und zwischen
Brücke und Seitenwand tot machte.
Ich starre in den Schacht. Was hast du da gemacht?
Der andere Teil von dir ist weich wie der Frühling, ein junger Mann mit vollendetem zartem Gesicht auf einem schlanken Körper mit ovalen Symmetrien und braunen Locken.
Er ist dein bester Freund, ich erkenne ihn nicht. Er erinnert mich an einen süßen Typen aus meiner Schulzeit. Er scheint vor allem das witzige Detail deiner Handlung zu finden und springt dir in den Abgrund nach. Auch er wird totgemacht.
Ich stehe da. Ich schweige. Was soll das?
Ich weiß nur eins, ich will das nicht.
Zuvor, bevor der Spielleiter die Spielzeugwelt und daraus dann die Welt flutete,
lagen wir zusammen auf dem Boden deiner Wohnung, seinem Tisch und der Fluss entstand aus uns.
Er hat sich unserer bedient. Ich weiß das jetzt.
Ich lag in deinen Armen und du warst eins mit dir selbst. Schwarzes Leder steht für Entwicklung des Films in Anbindung an die Bilder der Wirklichkeit.
Drück mich fester.
Top oder Bottom?
Ich wandle wie das Wetter, du wusstest das.
Bärenliebe.
Der Spielleiter hat sich ihrer bedient.
Er darf das aber nicht.
Merk dir das, für das nächste Mal.
Ja, ich merke es mir.
Bis bald.


(taken from "Alphabet Artikel")




CHRONIQUE SCANDALEUSE


meine augen immer wach
den mund noch mehr gespitzt
tragen immer gleiche brauen
meine gedanken hin und her
von mir zu dir
und umgekehrt
um lippen weich zu machen
lider sanft
und brauen tief entspannt
doch halten noch so tolle lügen
meinem blick nicht stand
zerschellen an den augenbrauen
und stechen sich am mund
und noch so mancher kuß
erfährt die weichheit nicht
findet die ruhe nicht
sieht sich an sanftmut satt
weil immer gleiche worte
mich verraten
und alles feuer wie zu eis erstarrt
das noch im letzten lichte glitzert
und dann vor kälte bricht


(taken from "Aquarius")



SO WHAT (FRACTIONAL TWO)


What did I tell you
Did I tell you to love you too
For ever and ever
And a day
What did I say
When I was hot and an overdosed gay
Did I tell you to really mean the words that I leap
It looks like you know a lot better what I speak
What did I want you to do
Did I go for all the pipe dreams too
Or was I pretending
It s all true
Was I drunk and demanding
Was I seasick
Figuring out that the things have to be quick
These days
What did I say
What did I put into this afternoon
When we met
And why did it pass so soon
We just got out of bed
What did I mean
And does it seem
Like
We meet again tonight
And what did you say
Hey
Found out by my tail
And nabbed by my tale
You take what I took for serious
Glorious hilarious
I was caught while I fought
Apparently I scratched the itch
Bad lad
I thought you were a son of a bitch
Hey tell me
What did I say
Exactly
That day


(taken from "Dans la lumière intégrale")



ich schlage gegen deine wand
ich atme das land
alles den schnee und die hitze
unter deiner decke
totale finsternis
totales licht
meine haut liebt deinen rücken
meine hand dein glied
ich schlage herum
nur dein mund hält mich fest
an meinem
wie tiefe küsse erst jetzt
um deinen hintern
ich ficke deinen feuchten arsch
du zitterst unter meiner hand
ich reibe deine spitze
und kühle sie nass mit meinem mund
wie tiefe küsse erst jetzt
wir atmen das land
bis zum höchsten punkt
dort fallen wir nieder
spritze die hitze
auf das land
und alles voll schnee
von unserer hand


(taken from "Demystic")



your love is not sweet
your love consumes the beat
your love is like my love
who does it really need
let it kill us
till we bleed
till we burn up
in the heat of a love
that really fits
that really hits
into all of that fucked up shit
in my head
which is like your head
a formula
of the living dead
just let it die
no need to ask
no need to cry


(taken from "Duoviri")



C


Am anderen Ende angelangt
Von wo aus nichts mehr zu sehen ist
Lachen die Reisenden und winken einander zu
Die Lichter des Dorfes verschwimmen
Im Dampf der Nacht
Ich fühle mich nicht schuldig
Einer Tat
Die ich vermutlich
Nicht
Blindlings beging
Du siehst aus dem Farbenspiel zu mir her
Nur mich selbst
Und ich blicke in dich hinein
Es duftet nach feuchtem Gras
Ich weiß
Gewiss
Werde ich es tun
Du kannst alles aufgeben
Du gibst auch täglich alles auf
Für irgendjemanden
Oder irgendetwas
Alles Liebe für nichts
Eines Tages
Heute
Noch fern dieser Zeilen
Fern von mir
Hast Du meine Botschaft schon begriffen
Und so kniest du nieder
Denn der Schmerz und die Freude
Zu erkennen
Nur als der Mensch
Der man ist
Leben und lieben zu können
Sind rasend
Und durchdringend
Dein Herz versucht bebend
Eine Zeitlang zu entkommen
Sich selbst nicht so wichtig zu nehmen
Nicht ständig sein Pochen vor Augen zu haben
Sondern Meinungen und Überzeugungen
Nicht so leidenschaftlich zu sein
Sondern an irgendetwas zu glauben
Nicht so gefühlvoll
Sondern abstrakt zu sein
Bis es plötzlich einsieht
Dass es keinen anderen Weg gibt
Nach der Möglichkeit der Hoffnung
Auf eine andere sinnlose Liebe
Kamst du zu mir um das zu beenden
Und ich beende das Spiel der Macht
Welches uns sagt wem das Glück gehört
Und zu welchen und wessen Bedingungen es zu haben ist
Da dein Herz aus dem Kitsch erwacht ist und merkt
Dass nur wenig geblieben ist
Aus dem heraus eine Veränderung wirken kann
War es zu spät wird es zu spät sein ist es zu spät umzukehren
Deshalb ist das Herz
Der Hüter der Zeit
Der Beschützer der Ewigkeit
Lass Dich darauf ein
Gib dich hin
Du bist mein Sklave im Schilf
Der von mir seinem Herren
Mit einem abgerissenen Rohr geschlagen und liebkost wird
Eines Tages
Heute
Wird die ganze Welt daran verzweifeln
Wo sie bisher nur an sich selbst verzweifelt ist
Denn es gibt keine Hoffnung
Als das was darauf gebaut ist
Und nicht gebraucht wird abzuweisen
Meine Liebe für dich ist
Beschränkung auf das Wesentliche
Latex und Ketten
An deinen Lippen versiegelte Verschwiegenheit
Unerhörte Durchdringung und Auflösung
Speichel der herabsinkt
Durchdringung und Aufbau
Formung von Schatten auf deiner Haut
Gemäß unserer Lust
Temperierte Wünsche der Beschwichtigung weltlicher Gedanken
Die in die Erde unter uns gleiten
Eine Feier der Sinne
Meine Liebe ist grundlos in ihrer Gegenwart
Und beständig während in ihrer Art sich abzuwenden
Erfassbar da sie sich nicht begreifen lässt
Liebe als Liebe
Begeisternd und verstörend
Erfüllend und verzehrend
Wirklichkeit und ihre Überwindung
Meine Liebe spricht öfters
Nein Ja Verbindung Fremdheit Lust Ekel Angeregtheit Zurückweisung
Befehl Unterwerfung Annahme Fesselung Verlangen Verzicht
Ich erfasse dich
Und du verstehst mich
So soll es sein
Ergib dich
Ausgestreckt und gänzlich
Unter meinen Willen
Der auch
Der deine ist
(Erregung und Orgasmus)


(taken from "Entering mystery")



FÜR OBJEKTKONSTANZ


Ich habe vieles richtig gemacht
Und vieles falsch
Ich habe die Liebe gehalten
Und ich habe die Liebe verraten
Ich habe mich oftmals verstellt
Und oftmals war ich ich selbst
Ich dachte ich tat es für dich
Aber ich tat es für mich
Kalt war der Spiegel auf dem ich lag
Ich merkte es nicht
Du hattest mich verlassen
Ich war allein
Mit meinen Wünschen und einsam
So spielte ich
Du wärst noch hier
Nur um zu vergessen
Und die Lust zu behalten
Und die Wärme von dir
So verging mein schönes Leben
Und erst als ich dich wiedertraf
Erfuhr ich
Es war dir genauso ergangen
Denn du glaubtest
Ich hätte mich abgewandt
Und dich im Stich gelassen


(taken from "Entering Mystery")



HOTEL ORIENT I


Ich sprach mit dir eine ganze Weile
Und genoss den schieren Luxus
Der Abgeschiedenheit eines Stundenhotels
Schwarz pur und mit einigen Eiswürfeln
Dazu qualmte meine Zigarette
Fantasien der Belle-Epoque
An die Rüschenvorhänge und die Gemälde
Glücklich
Mich dir mitzuteilen
Und etwas zu teilen
Die Erotik des Ganzen
Verursachte starke Schauer der Erregung
Schnurrende Wellen die zwischen uns schwangen
Mein schwarzes Netzhemd
Und der schwarz glänzende Pelz taten ihr übriges
Ebenso das Metall an meinen Stiefeln
Ich grüßte dich mit jedem Wort
Mit jeder Geste und jedem Blick
Du bist und bleibst ein Pornostar
Und verdienst meinen vollsten Respekt
Zumal du mir
Als du von der Toilette kamst
Dein tropfendes, wippendes und steifes Glied zeigtest
Ich begutachtete es mit zurückhaltendem Vergnügen
Und war gekitzelt vom Piercing mitten durch den Schlitz
Deiner großen Eichel
Wie gut, dass ich etwas zu lesen mit dabei hatte


(taken from "Entering mystery")



der traum


durch einen hinterhof
gleich unter meinem fenster
den ich noch nie so zu benützen verstand
glitt ich zu dir hinab
wer ist da
aus meinem wartenden hellwachen schlaf
mit meinen geschlossenen weit offenen augen
sehe ich mich an der aussenwand tiefer steigen
ich habe mich in einem traum gründlich darauf vorbereitet
für einen moment lang bewusstlos zu werden
süße besinnungslosigkeit
ahnungslosigkeit und überraschen
welches entzücken
welch unerwartete wendung zu meinem eigenen erstaunen hin
als ich zu einem nur wie scheinbar achtlos angelehnten fenster
mit verschleierten scheiben trete
dahinter gähnende finsternis
schwarze undurchdringliche lauernde stille
da ist kein weg zurück
zu meinem bedeutungslos gewordenen leben
einige etagen über mir
das da oben versucht den schlaf des vergessens zu finden
einen schlaf der ruhe zu finden
aus einem schlaf der ausweglosigkeit
trete ich ein
in eine fremde welt
über ein staubiges fensterbrett hieve ich mich selbst hinweg
mit einem kleinen ruck
laße ich meine mögliche furcht zurück
einmal noch für einen augenblick aus der situation treten
um dann völlig in ihr zu verschwinden
ich gehe offenen herzens in die falle
ich taste mich durch die stille
die schwärze
die lauernde gefahr
die jeden vorteil für sich behält
und den eingeladenen einbrecher
hinter vorgehaltener hand beobachtet
ich bitte um gnade
mir keinen schaden zuzufügen
ich vertraue meinem gastgeber
wie eine fliege der verharrende spinne vertraut
ich bin auf gedeih oder verderb
ins netz gegangen
mit einem lächeln auf meinen lippen
das das unbekannte für mich gewinnen will
das das unbekannte berühren will
sich aus besserem wissen über die schwelle gewagt hat
um forschenden liebevollen geistes
meine hand in das unbekannte auszustrecken
und es zu spüren
die berührung mit deiner gegenwart
die ich durch die stille
die schwärze
die lauernde gefahr fühlen kann
kannst du wissen
wie ich mich nach dir strecke
wie sehr ich mich sehne
in meiner scheinbar naiv verirrten art
auf meiner mutigen fahrt
wissentlich alles hinter mir
und meine finger über deine ungekannte weichheit gleiten zu lassen
an einem saugst du wonniglich
und ich halte ihn dir zu meinem großen vergnügen
mit freude in deinen schleckenden mund
oder berührte ich dein maul
lutsch an dem was ich dir gebe
bereite mir diese wonne
während ich dein fell streichle
du weißt wie sehr ich dich mag
wie liebend gern ich dich berühre
in der stille
in der schwärze
der lauernden liebe


(taken from "Ecstasy")





DU KANNST ES SPÜREN

Also fühl es
Das wilde Fleisch das nach Zähmung verlangt
Das jeden Tag verfällt und neu entsteht
Wie die Zeit danach schreit
Beherrsche mich
Vermiss mich
Mich die maßlose
Die jeden Tag noch immer ewig ist
Und nichts und niemanden kennt
Und doch die Stunde hält von jedem
Und um alles weiß
Frag das Geheimnis
Das sich den Anschein gibt
Und gib es preis
Wenn zu viel der Süße dir beliebt
Den Schmerz zu spüren
Den rasenden des Geistes
Den pochenden des Fleisches
Und den zerreißenden der Seele
Halte darob eine Strenge
Die dir gebietet Herr zu sein
Und herrsche
Wenn du es kannst
Eine Zeit vielleicht
Solang du es verlangst
Frage nicht und spüre nicht
Trotze der Ewigkeit
Jage den Schrecken davon
Wer weiß es schon
Wer sieht es schon
Wer steigt darüber schon hinaus
Wenn er weiß dass letztlich alle Schwüre brechen
Wer kann sich selber schon versprechen
Dass er erst stirbt wenn er es wirklich will
Wer kann den Zusammenhang verstehen
Und ihn begreifen
Und dennoch leben
Noch geben
Wenn er weiß dass er alleine stirbt
Und deshalb mit dieser Furcht
Fehler um Fehler vermeidend
Das Unvermeidbare begeht
Fürchte dich nicht
Sieh der Angst ins Angesicht
Der ewigen Zeit
Dem wilden Fleisch
Und lebe


(taken from "Komm lösch die Flamme nicht")



OH BROTHER


What did you do to me
I can feel you
I can see you
I can watch you
Rising
After a time of hiding
In a dark spell
In a sudden yell
You take over again for a while
Your desire
Lights itself like a fire
Lit by a flashy hit
A stroke
A cage that broke
That let you evoke
All of my tenderness
All of my sensitiveness
All of my wantonness
And all of my sex
You re rebelling against the repression
Against the aggression
Looking for satisfaction
So you want it all
And you give it all
Oh brother
What are you doing to me
I can feel you
And I can fear you
I can see you
But I cannot bear you
Though I have to
In the things that I then do
In the way you re lurking in my eyes
In the way you re kissing my disguise
For a last goodbye
You change my hair
You ask me to share
With you a split personality
You make me trample the frontiers of my entity
You make me jump over the barricades
For a chorus of hoorays
You make me stretch out my hands
For love and fulfillment
While lightening my life s candle on both ends
You know no judgment
No right no wrong
You put it all together in one song
And make me worry all night long
To ask myself
What the hell is going on
You re tremendous
You re infectious
You re insane
Your code is a false name
You don´t want to look back
You re pining for attack
And I shiver and shake
Within the things that you give
And even more in those you take
Oh brother
What are you doing to me
All of a sudden you set me free
But that s just what you are
You re dangerous
You re a genius
You are a star
Changing constantly within a while
You make me happy
You make me smile
Deep down from the bottom of my heart
You tear it all apart


(taken from "Komm lösch die Flamme nicht")



Manemy


we don´t pass
we only fall
like a pain in the ass
for now that s all
and a very special thing
returns to anything
is it the lesson
sure it is the pain
happening against our confession
manemy returns again
and takes his claim
we could not defend
a broken heart to mend
a cure so good
very soon we ll reach the end
starving near a table full of food
manemy has been so sweet
he gave his lips
for a love so deep
still I feel the beat
of his restless hips
manemy wake up
now that all our tenderness has gone
neither me nor you have won
we don´t ask
and we cant let it be
we have to bleed to make the knowledge last
as we turned out really sexy
to see each other through
cos in the end it s not the pain that makes me think of you
manemy has been so sweet
he gave his lips
for a love so deep
still I feel the beat
of his restless hips
manemy wake up
now that all our tenderness has gone
neither me nor you have won
I face the total eclipse of me
dark gods arise to be
to give me shelter and to cool
the ache they whisper
he s a fool
he does´nt know the better
he wants to die
he makes an angel cry
manemy has been so sweet
he gave his lips
for a love so deep
still I feel the beat
of his restless hips
manemy wake up
now that all our tenderness has gone
neither me nor you have won
I let him go
for what else could I do
it s only another you
a man
becoming a part of the plan again
that let s us drift apart
to another broken heart


(taken from "Laserluv")



7th heaven


imagine that there is a heaven
I d descend from highest heights
even if I´ve been to number seven
just to bring you crystal lights
to be the one to persuade
you in such devastating fate
to give up all your endless fights
like a smile falling from your face
slipping to the ground
love runs out of love and grace
and goes there with the underground
into the sea
as well as all the tears of me
to become a pearl in a shell
kept to live and tell

imagine that there is a heaven
you d descend from highest heights
even if you´ve been to number seven
just to bring me crystal lights
you could be the one to persuade
me in such devastating fate
to give up all my endless fights
divine ecstasy
we d give love
for all of you
so much it covers me
there is enough
to give in to
what must be our luck
still in search of us
to become a good hard fuck
a love to lust
and words to trust

imagine that there is a heaven
we d descend from highest heights
even if we´ve been to number seven
just to bring us crystal lights
we are the ones to persuade
us in such devastating fate
to give up all our endless fights


(taken from "Laserluv")



NO CONTROL


My feelings are running out
Like sparks from a roaring mill
I am in a blaze of getting loud
I cannot keep still

No control
Baby
I have got no control
I am in a hurry to my soul

I wear dark lingerie shirts
Though the yellow sun shines
I have to scream when it hurts
To break all the straight lines

No control
Baby
I have got no control
I am in a hurry to my soul

I spit fire to your lies
And tenderness to your touch
I sigh to your sighs
In an overwhelming rush

No control
Baby
I have got no control
I am in a hurry to my soul

I walk out at night alone
The moon has struck me
To know I´m not the only one
In this glory just to be

No control
Baby
I have got no control
I am in a hurry to my soul

The world keeps turning
While my heart is born
I keep yearning
From the middle of a storm

No control
Baby
I have got no control
I am in a hurry to my soul

Come to an exchange of motion
Sink to the waters of eternity
It is in the constancy of your emotion
We trust to go but truly always flee

No control
Baby
I have got no control
I am in a hurry to my soul


(taken from "Love is the law")



who is it
making funny sounds
and calling them words
who is it
speaking silly and foolish things
without really telling anything
who is it
trying to be cryptic
while being a true skeptic
who is it
giving a glimpse of mystic
but shutting up sadistic
who is it
wantonly wanting to have
these noisy bites being understood
by only spreading crazy bits of it
still staying a simple piece of wood
who is it
calling this a conversation
but more and more turning towards
isolation
who is it
talking about some terms
over and over again
but is constantly pronouncing the wrong ends
who is it
leaping important bullshit
while communicating useless information
who is it


(taken from "Love-log")



if I was someone
who was never willing to get an answer
who am I now
the better the blessed
I can read it in my mind
there is nothing
but
a shining
white room

2

without a space
to put some questions like furniture into
not a single word waiting to be spoken
not a single thought ready to be broken
I d like to drink
something
but what is it not disturbing tranquility
and peace
like a frozen dozen
of nothing
shining and waiting to be ready
to get into touch with blood
red and burning
black coffee could give me a rush
wine could give me much
a drug could give me glittering gold
and hallucination
of something
that I am not missing
but
anyway I would still not be listening
to their words and thoughts
and feelings
of something
that I am not missing


(taken from "Lovers")



circa 47

was immer es war
was immer es ist
was wir einander taten
was wir einander gaben
es quillt in mir auf und überflutet mich
steigt an mir empor
und trägt jeden teil von mir mit sich
es brach zwischen meinen beinen aus
die es verschlang
über meine lenden hinweg
stieg auf zu meiner brust und brachte mein herz durchdrungen
durchtränkte meine schultern meinen hals
über und über
meine arme und meine hände
pulst in mir
die farbe meiner lippen
bis in meinen kopf in jede meiner adern
sinne über sinne
und aus meinen augen fließen tränen


(taken from "Lovers")



süßer schmerz


eben dachte ich noch
ich bin sentimental
eben noch empfand ich den schmerz
und verwand ihn
nicht
eben noch dachte ich noch an dich
und zurück
wer denn nun kennt mich noch
wer weiß noch wie ich war
voller liebe
zu dir
wer weiß es noch außer mir
ach
du fehlst mir so sehr
süßer schmerz
unschuldiges herz
von leid entflammt
und verborgenem wissen
damals
war alles der zauber der zeit
und voller zauber die zeit
wir waren zu allem bereit
ach
ich vermisse dich
damals im dunkel
der einzige stern dein helles gesicht
liebe
und unvernunft
gnädiges schicksal
wenn du möchtest stirb aus liebe
und wisse warum
du allein weißt es
der wahrheit zuliebe
ein kleiner preis
für das ewige leben
heute ist nicht mehr vorhanden
verloren
da wohin ich nie wollte
vergiss mich
die zeit ist geneigt
zum abgrund hin
ich blicke ihr nach
ich wünschte ich wüsste warum
ich weiß es
ich verwinde es nicht
es verschwindet nicht
für dieses bisschen glück
es gibt nicht nach
es weist zurück


(taken from "Luvcraft")



CUTOUT


Ich kann mir nicht sehr gut vorstellen wie du lebst,
mein Geliebter und du dir wahrscheinlich ebenso wenig wie ich lebe.
Wir können uns darüber nur unterhalten und unsere Möglichkeiten
und Fähigkeiten dazu nutzen, einander besser zu begreifen und
gegebenenfalls diese und die daraus erfahrenen Erkenntnisse
als Manuale gebrauchen,
damit das Unbehagen in der Kultur abgebaut werden kann.


(taken from "New to me")



no applause

did I think that it s all only for fun
I don´t know it yet
I was always on the run
for something I could never get
there was never, never enough
not even for love
to rise to glow and then to set

I´ve been standing right in front of you
you weren´t closely looking at me
as if we didn´t know quite what to do
as it s always the same
always in someone else´s name
that s all we ever have to need
another life another lover
only face to face with our greed
no shelter no cover

did I think that it s all only for fun
maybe until a different day had come
till there was no one left to hold on
no one to believe in
face to face with a time of grieving

I´ve been standing right in front of you
you weren´t even looking at me
a moment that doesn´t know quite what to do
that s all we ever have
this moment of our complicated identity
like we have never changed
and if always in someone else s name
that s all we ever have to need
another life another lover
no belief no cover
only face to face with our greed

did I think that it s all about fun
you gave a wound to your gun
was that the lesson
was that the point to understand
I still don´t get it on
to touch your hand
my friend

I have enough of this ever wanting love
I cannot give what I haven´t got
I cannot see
who you want me to be


(taken from "Nowow")



pas de deux

in deinen heißblütigen armen tanzen
wiegend mit deinen schritten
das schwarz deines anzugs raubt mir die sinne
du starrst auf meinen schritt
denn meine schlanke gestalt verbirgt nichts
wir können einander nur geben
aber alles das geben was in diesem augenblick ist
kein kurzer moment
ein ewiges gefühl
deinen atem auf meiner feuchten haut zu spüren
wie schweiss nasse gedanken
läuft er an meinem hals entlang
fängt sich an der öffnung meines hemdes
und durchdringt die stille der nacht
die erfüllt ist vom duft
in den wir uns hüllen
die stimmung soll flirren
über dem asphalt kochen
undurchdringliches verlangen
meine hände schlagen zusammen
um sich zu öffnen
eine nimmst du zärtlich in deine
die andere führst du fest
mit deiner anderen zu deinem hinterteil
ich löse mich in meiner sinnlichkeit
du erfährst meine sinne
meinen schnellen schritt
presse ich an deine hüften
du bewegst mich vor und zurück
in zwei großen kreisen
lege ich meine arme um deine schultern
unsere hemden spannen wie unsere hosen
das fleisch unserer körper vor sehnsucht
ich blicke in deine augen
du offenbarst dich mir
dein blick trägt meine drehung
ich finde zurück
wir messen unsere kraft
werfen in die waage
was uns soviel bedeutet
wie werden wir es um ein vielfaches steigern
und darüber gebieten
kräfte freisetzen
zu unserer ureigenen freude
unsere schatten wandern durch den raum
halte mich eng umschlungen
meine haare spielen mit den deinen
schlag sie mir ins gesicht
laß sie eine schlaufe ziehen
durch meinen mund
ich möchte dich schmecken
meine zunge zieht zärtlich über meine lippen
du möchtest sie haben
ich weiß ich weiß
ich fühle dich
mein lächeln streift über deinen mund
dein daumen drückt auf meine wange
deine hand hält meinen ganzen kopf
zieh mich zu dir
du möchtest in mir sein
ich öffne meine lippen
und spüre dein fleisch in mir
ein kuss
die spannung verharrt
wir sind unter uns


(taken from "Nuvivid")



metropolis

religiously unkind have been
the signs of time
my mind is black and empty
darkness closes in
just to be bothered
by your noise
echoes trail cautiously away
reminding me
of a sweet kiss that I knew
I turn down the volume of metropolis
where steel flaws flesh and bones
and leaves me to an empty silence
where I can recall sweet impressions
that I have merely forgotten
and that I have missed
to find myself
awaking
in your arms
ready to shelter one another
so you come along
I know experiences are perilous to know
but where could we feel safe
if we would not risk to live
in metropolis


(taken from "Salomen")



arthur

es ist so mühsam
es kostet soviel kraft
gegen den zeitgeist aufzustehen
und immer heißt es
das vergangene es wäre leicht zu lösen
das sollte niemand wundern
denn es ist vorbei
und doch das ist es nicht
und statt es endlich dort zu lassen
von dem wir dachten dass es das nicht gibt
das kollektive vergessen
erscheinen wir als untote
der toten zeit
ausgeburten fremder menschen
deren gesichter wir niemals sahen
deren namen wir nicht kannten
die nicht ins jenseits fanden
deren geister durch die strassen irren
um uns als gespenster zu besitzen
wir schaffen es nicht zu leben
und statt uns selbst uns selbst zu lassen
erheben wir sie immer noch
zu aller höchsten ehren
sie wird uns hochgeschwemmt
hervor gepresst
und ausgewürgt
die leiche der zeit
und dann hineingekotzt in kinderlarven
noch nicht am werden
ungeboren
der erste kampf um leben
gegen den zähen brei
der massen
der keine zukunft kennt


(taken from "Sextatic")



future past

in a vulnerable dream
an iron steam
a word from long ago
I never knew
I told you so
said you could love me now
rap your arms around my chest
I´ll be a kiss beneath your brow
I d be the one torn from the rest
the worst has turned into the best
only the lonely may resist
I will let go what I have missed
in a completely reborn vision
I can see quite clear
radioactive bound decision
I can feel that you are near
I reach out for this sound
I will simply just appear
let yourself go then to be found


(taken from "Subtom")



SOUVENIRS

Call yourself pretty
If you go to New York City
Be who you are
But be a star
Climb the stairs
To a monumental vision
As you walk on
Walking the parks
Walking the sky like a feather
Walking the bars
Walking like the weather
You can make up your mind
And make up your face
As you meet all sorts of any kind
Giving you honor and grace
Leaving the little
For the title
Of being
And of seeing
Whatever you want
And whoever you want
For a way to be able even when you can´t
All kinds are possible
If yourself is responsible
For the way that you act
Mirrored in the eyes of the adored
And you may take that
Into your life and into your bed
A glamorous pity
Like remembering the flattering
New York City
Go to Berlin
If you got no place else to linger on
Watch the times shifting
And old terms drifting
Into the new
If you need to take it out
Someone s there to share it with you
Without any doubt
Just let his body be in his moves
And a flat lust will take you through
An airy angel s town
Where you can drown
In not feeling at home
But you will know if somebody asks where you have been
That you where to Berlin
If you drop in to Amsterdam
Design yourself the most beautiful man
And wish to exist
Next to the Exit
But better is the hotter place
At nights or days
Choose which part of yourself you want to loose
Because you can´t stay with them all
Even if they give you a call
Screaming out your name
For a dream to come true
You can never be the same
For you are only you
But always returning to the game
Which is asking for your heart stud
And the depths you have to pay
In a global village you can do a brand new start
With nothing more left to say
But what s on the bill of your mortgage
And the beating of your heart
Just there to just sway
Accounting the sum of the remaining world
Rotating around a sole standing word
Amsterdam


(Written in deep love for and to worship all the outrageous men and dandies, who I met by travelling giving me their hopes and dopes beautiful bodies and shivering candies.)

(taken from "Hasse nicht wen(n) du liebst")



FINGER IM AUGE

An einer gewundenen Bewegung
Einmalig und gelöst
Haken sich unsere Arme unter
An einer sanften Drehung schlingere ich an dir vorüber
Um vornüber auf dein Gesicht zuzusteuern
Worte strömen auf mich
Du sprichst und lachst
Ich erkenne dich wieder
In einem Duft aus Minze und Yasmin
Jagen meine Gedanken
Mit den deinen
Dein Oberkörper
Presst sich an mein hautenges Hemd
Meine Hände liegen über deiner Taille
Und wir beide lachen
Und sehen in des anderen Augen
Die Jahre der Erfahrung
Phasen von Fülle und Entbehrung
Dein jugendlich altes Antlitz
Tiefe ohne Anspruch auf Wiederkehr
Zwei begnadet schöne Körper
Freudige Erregung
Auf meinem Porzellangesicht
Verlorener ewig gefundener Augenblick
Opiumgeruch
Ich antworte lose
Da meine Empfindungen den Platz zwischen uns sprengen
Und an deinem Hin und Her hängen
Unerwartete Erregung
Jenseits eines bewussten Willens
Der aus verhärmten abgekämpften Augen an die Fläche der Pupille blitzt
Liebe um einer Liebe willen die niemand geben und empfangen kann
Ohne Gleichklang ohne Treue
Dazu gibt es nichts zu sagen
Als alles zu vergessen
Als gar nicht erst danach zu fragen
Wer weiß schon ob wir uns jemals wirklich kennen
Nur dass wir einander niemals wirklich kannten
Du bleibst mir Rätsel
Und Offenbarung
In sich eine geschlossene Erklärung
Die gar nichts anderes verlangt
Als dass sie nichts verlangt
Was du nicht bist
So wie ich nichts mehr erkläre
Eine Freiheit ist es so zu leben
Ohne Angst sich selbst zu geben
Und den anderen als sich selbst zu erleben
Abdrücke dieses Zusammenhalts
Jenseits alles bis her da gewesenen
Kostbarste Erinnerung
Endlose Erfahrung
Da reicht der tanz meine Hand dem nächsten
Ich gehe weiter
Fort aber kann ich nie sein
Denn wir sind uns für die Unendlichkeit begegnet
Mit geöffneten Herzen
Und weiten Sinnen
Voller Wissen
Tief drinnen
Und draußen
Wunderbares Erstaunen
Über die ungekannten
Bis her unbekannten
Möglichkeiten


(taken from "The Color of Love")



PIERROT LUNAIRE III

An einem solchen Tag
So voller Wonne
So voller Ungewissheit
Die von der Finsternis in deren Dunkel noch nie zu ahnen war
Überrollt mich der Triumph des Apoll´
Wie ein Keulenschlag in meiner Grabeshöhle
Voller Geheimnisse
Die preiszugeben
Mir kein Vergnügen war
Grotesker hat noch kein Bild in meinen Augen einen Blick gebrannt
Als der Anblick dieses hellen Tages
Nach dieser Furcht
Nach diesem Fluch
Vergeltung meine wahre Sehnsucht
Kein Vergessen
Als ewigwährendes Wissen
Wächter dieses Schatzes
Dieser Gruft
Vernunft
Jetzt in zwei Teile gebrochen
Noch verblassend über dem Portale steht
Nicht mit Spott und nicht mit hohn bedacht
Mit heller Wiedersehensfreude
Darüber eine königliche Sonne lacht
Als wäre ihr Strahlen niemals entschwunden
Niemals unter Tränen ganz verwunden
Mein sengender Verlust
Mein ganzer Überdruss
Meine innbrünstigste Lust
Zu ihrer eigenen Zierde
Stehen sie am efeuglänzenden Spaliere
Triebverzicht Edelmut und Liebe
Mit dem Banner der Tugend
Neuerweckter Jugend
Auf einem marmorweißen harten ebenmäßigen Gesicht
Mit verwaisten zarten gläsern roten Lippen
Darüber eine Sonnenbrille thront
Dahinter Linsen dem grellen Licht entwöhnt
Und Musik aus einem Walkman
In die feinen Ohren dröhnt
Pierrot Lunaire
O alter Duft aus Märchenzeit
Berauschest wieder meine Sinne
Ein närrisch Heer von Schelmereien
Durchschwärmt die leichte Luft
Ein glückhaft Wünschen macht mich froh
Nach Freuden die ich lang verachtet
O alter Duft aus Märchenzeit
Berauschest wieder mich
All meinen Unmut gab ich preis
Aus meinem sonnumrahmten Fenster
Beschau ich frei die liebe Welt
Und träum hinaus in sel´ge Weiten
O alter Duft aus Märchenzeit
So steht die Welt in ihrem Stundenglas
Als wäre keine Zeit vergangen
Als wäre keine Achse zu umrunden
Keine Bahn zu ziehen
Und niemals irgendwo
Ein Blick Nacht schwer verhangen
Gewesen
In deinem Wesen
Sollst du dich niemals ändern
So steht die Welt in ihrer Katastrophe
Müßig zu benennen
Und völlig überflüssig
Verloren in einer Strophe
Ihrer Mühsal
Und ihr Schicksal
Bleibt ihr überlassen
Aber hoffe
Wer kann solchen Sinn erfassen
Menschheit leide
Wo keine Hilfe ist
Wo du dir selbst noch nicht die nächste Menschheit bist
Ich warte nicht
Denn ich besitze eine Ewigkeit
Und den Funken köstlich klarer sinnenüberladener Liebe
So stehst du Geliebter in deinem Stundenglas
Als wäre keine zeit vergangen
Als wäre keine Gnade zu bekunden
Keine haut zu berühren
Und niemals irgendwo
Ein Blick sündenschwer verhangen
Gewesen
In deinem Wesen
Sollst du dich niemals ändern
So stehst du in deiner Katastrophe
Müßig zu benennen
Und völlig überflüssig
Verloren in einer Strophe
Deiner Mühsal
Und dein Schicksal
Bleibt dir überlassen
Aber hoffe
Wer kann solchen Sinn erfassen
Geliebter leide
Wo keine Hilfe ist
Wo du dir selbst nicht der beste Geliebte bist
Ich warte nicht
Denn ich besitze eine Ewigkeit
Und den Funken köstlich klarer sinnenüberladener Liebe
Aus mir herausgeschunden
Wie aus einem Siebe
Den Funken gefunden
Der die Qualen überwunden
Und verkündet
Niemals mehr ein Feuer zu löschen als es entzündet
Die klaren Herzen
Geboren aus Leidenschaft und Schmerzen
Nach der Vernunft
Triebverzicht und Edelmut
Und nach der Tugend
Mit Liebe
Mit Vergessen für die Schadenslieder
Wenn eine Seele die andere rügt
Und Seltsames zusammenfügt
Weggewischt das Nachtgespinst
Das gerne noch darüber sinnt
Warum sich fand
Die Hand zur Hand
Der Mund zum Mund
Der Mann zum Mann
Der Kuss zum Kuss
Dieser ganze eigentümlich
Wundervolle Schluss
Warum sich findet
Die Hand zur Hand
Der Mund zum Mund
Der Mann zum Mann
Der Kuss zum Kuss
Liebe alles überwindet
Jede bitterste Not
Und selbst
Den Tod


(taken from "Total Override")



BEING THE NEW

I was afraid of showing my face to you
so I was wearing a mask in the meantime
but this is my skin now
drowning in good wishes
refilling with emotions
and blood

I was afraid of all kinds of feeling
so I couldn´t stand any sensation
but this is my heart now
sounding with a beat
giving a pulse to me
and life

I was afraid of bringing this all to you
so I was evading into space
but this is my spirit now
breathing from my inside out
wanting to be real
taking over my existence
and me

I was afraid of getting undressed
so I matched useless information
but this is my body now
pure in the mirrors and nice
moving and embodying
working my actions
and you


(taken from "Truegaylove")



psydelos

I want to thank my friends and my lovers
the divine energy and myself for those innumerable inspirations and happenings in my life which brought to me profound metaphors and not only lyrical patterns so that I could fuel and create my words out of them
I want to thank you for your uniqueness and your great love for this life and for all the possibilities that you gave to me to leave an odd world behind me and to be able to step into a total new sphere to behold and to worship you and your diverseness throughout my sensations
I hope that my kind of using language can be a way to justify you and me
and that it is a sanctuary for us while we are confronted today with a complex situation which is putting us to great freedom and in the same moment to all the therewith connected insecurity and uncertainty

freedom can also provoke loneliness a state of being lost, destruction helplessness
and confusion
where to go if one can go anywhere
what to say if one can say anything
which decision shall be made, when all the questions stay unanswered
which acts are meaningful to be done when everything seems dubious
how can one love if love is a worn off and scattered item
who shall, can be loved and who is one really willing to love when freedom is consuming all room thus the other one can not be recognized
how can a person really live if life itself has become so shady that death seems to be a concrete resort
you have let me be a part of your life and you have made good use of me
because I have always tried to be a friend and a solace to you in times of despair and in times of togetherness
many of you I can no longer assist for you have decided yourself unintentionally or voluntarily to walk out of this life or to go into some form of exile
I have tried to be here for you and myself and to not bear anything at all of which I thought that we would be able to change it
and I encouraged you to find new ideas as well you have opened up to me the chance to constantly and newly find myself again

the freedom that we have been aspiring and for that we have fought
that we have begun for which we loved and have rather been ready to die for instead of giving it up has fulfilled all of our expectations but has also shattered and overwhelmed us with its true dimension since we also got to our personal limits
whatever good and bad things kept hopes and great disappointments have occurred they have altogether been the engine and the challenge of further development to make us explore even more exceedingly and to invent new concepts in a world which has outrun itself which is a market place of opinions cultures civilizations and trends that are all likewise desirable as well negligible because of their complete inability of letting us achieve a next following and broader comprehension of what is really going on

this is the travelling each one of us has to do and to define step by step all by himself
I wish you good fortune after we have already long passed this barrier
from that on everyone has to walk his very own way
good luck good luck good luck
I am very sure that by some means or other we will meet each other some day
something out of us all will invariably accompany each one of us
something out of us all will be here forever and stay eternally
the love which we have shared remains indelibly in our hearts

this was my way to forgive
my anger and my grief
which have their own kind of right like any other emotion has it too
even in times of political correctness
a smile can sometimes be a lie

I have tried to find some appropriate expression to come utmost close
to the variety of human sentiments and feelings
I wanted to let my words skip and break
to merge them suddenly and to combine them fluently
for higher rage
or deeper insight
for tender love
and passion
to become an ensemble without beginning or ending
like a rotating circle, which is entraining and telling vividly
about the reasons of intellect and its finishing
about the joy sex emerges and its thrusting boundaries without
a fitting background and which lust bodily desire can be
I wanted to speak explicitly of the beauty and the annihilation of love
the truth and the betrayal of friendship
the sweet pain of awkward agony
the hunger of desire and the satisfaction of being in good hands
I wanted to bring a vicious circle into being that knows no escape
which is meditating in itself and whose words of liberation and of a way out are shooting there from like rays during its ride
to offer redemption only to those, who are staying in motion with it
and to the ones who let the old and the new simply pass by to debouch if applicable
a deeper access
a total disillusion
an altered state
a darkening, an enlightenment
another dimension
I have chosen a direct and outspoken language
to paint with its florescence a picture of what
can happen and to illustrate my unswerving confession of peace and liberty
which are both growing in our hearts
and that cannot be decreed or smattered
neither by fanaticism nor by extremism
neither by flippancy nor by destructive depth
only by consistent effort a ground-breaking joy and a striking affection
strong self respect and canny understanding
which are altogether also including an absolutely necessary letting oneself go

my choice to express myself in english and in german language
emanates from my own fascination and the highly visible influence by this foreign tongue and to confront it with my native lingo to also allow in this place a cultural contrast and an added tension
moreover I want to give a speech to my wish of building further individualization internationalization modernization and to support an ongoing increase of social identities





I want to thank
siddharta buddha
jesus
charles baudelaire die blumen des bösen
thomas bernhard die auslöschung
thomas bernhard ja
robin mac coy normlos
jean paul sartre das sein und das nichts
victor frankl versuch über die liebe
vogue 1987 until now
dangerous to know
derek jarman looking for langston
dario boys garden party
dario argento phenomena
litz van dijk ein erfülltes leben - trotzdem - erinnerungen homosexueller 1933 -1945
thomas symalla holger walther systemische beratung schwuler männer
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my new friends
brigade mondaine
strictly rhythm records
casablanca records
tob hooper texas chainsaw massacre
kenneth anger the inauguration of the pleasure dome
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richard o´brian the rocky horror picture show
joseph lovett gay sex in the seventies
hans fädler wiener brut
culture club/boy george that´s the way (we destroy it)
robert young vampire circus
andrew horn the nomi song
irvin kershner the eyes of laura mars
lydia lunch the gun is loaded
and richard kern the richard kern hardcore collection
man´s best quäl mich
claude debussy l´aprèsmidi d´un faune
lucky strike
coffee with sugar and milk
the internet
karl
my power of innovation
labor et industria
my discipline
panasonic
magix
sony
rainbow parade vienna
lambda news
house of sirius
for my exhibitions, public readings and underground events
for my dj-, runway- and performance experiences

and the man/men, who I currently love most



(taken from "Psydelos")











„LA CHRONIQUE S(CANDALEUSE)“
Consists of various stories, poems and different chapters taken from the books „LIGHT LOVE DARK“ and „THE LYRICAL PARC“, besides some excerpts taken from the text-compilations “NEW TO ME” and “ALPHABET ARTICLE”.

©ChrIstopheR®™2009