Five Mystic Unions

Zu beginnen, heißt sich maßlos zu freuen. Auch wenn sich vielleicht bald darauf die unverschämt ennervierenden Passagen zeigen. Auswahlen und Entscheidungen müssen getroffen werden und die anfängliche wunderbare Überfülle läuft Gefahr unter einer Lawine von fiesen Details begraben zu werden.
Aber ... jeder Anfang verweist schon auf ein Ziel und die unbändigen Energien enthusiastischer Vorstellungskraft machen jede durchwachte Nacht wertvoll.
Kühne Bilder, verwirrende Herausforderungen und urplötzliche Gelegenheiten wechseln sich ab und bemühen dabei all unsere Kräfte der persönlichen Zuversicht, des technischen Durchblicks und eines außerordentlichen Willens. Und wie oft war ich kurz davor aufzugeben und alles hinzuschmeißen! Möglicherweise gar nicht so oft, ich war jedoch immer wieder aufgrund der Umstände furchtbar verzweifelt und die Überwindung dieser Phasen war für mich sehr schwierig.
Oft haben wir von den zugrunde liegenden Plänen nur eine vage Idee, oder es kümmert einen auch schlicht überhaupt nicht. Nichts desto trotz wird das Ziel vom ersten Schritt an mitdefiniert.
Das ist es, was mir grundsätzlich während der Entstehung dieser Arbeiten klar wurde.

Lauf nicht weg vor deinen Empfindungen der Niedergeschlagenheit, mißtraue deinem Optimismus und deiner Kreativität nicht zu schnell, halte aus und lebe das, was in dir ist.
Mach aus allem etwas. Teile deine Gedanken mit, sowohl die hervorragenden, als auch die völlig unerwarteten. Selbst die der Unsicherheit und des Zweifels, diejenigen, die keiner hören will.
Gestehe dich dir selbst ein und du gehst auf deinem Weg weiter.


1.) "C-INTRO 1 - Frames & Faces-MIX" (16:30)
CIRs Intro lädt dich in Windeseile ein und führt dich wirbelnd herum. Sei also fasziniert, irritiert und amüsiert.

2.) "Pink Rose" (12:00)
Ist pure Melancholie, innigste Hoffnung, aufrührender Widerstand und eine Weile über das ewige Licht, das in jedem von uns brennt.

3.) "Under The Rainbow – Dance!" (19:50)
Nach Schmerz und Trauer kann wieder Liebe entstehen. Amor invictus. Well then, let´s dance under the rainbow!

4.) "The Nature Of Love" (34:59)
In einer kleinen Stadt nahe Wien gab es einmal eine Allee uralter Bäume, mit einem kleinen Bach und Wäldern ringsum, die allesamt abgeholzt und ausradiert wurden, um für den Bau einer weiteren Autobahn Platz zu machen. Diese Promenade war eine Zuflucht und ein Hain natürlicher Geister und Mysterien inmitten geschäftiger Betriebsamkeit und alltäglicher Zerstreuungen. Es ist schon eine Zeit her, dass ich diesen Weg mit meinem ersten Liebhaber an dem Abend unseres initialen Kennenlernens zum Haus meiner Eltern entlangschlenderte, wo wir uns dann in der Stille der Nacht küßten. 17 Jahre später war ich aus dem gegebenen Anlass an diesen Ort zurückgekehrt, um all diese Bewegungen der Zeit mittels Film zu erfassen. In unmittelbarer Nachbarschaft dieses Landstriches befindet sich auch die Donau, deren Uferbänke und Auen für mich zur Bühne wurden, um meinen Erinnerungen und meinen Visionen christlicher und romantischer Liebe, heiligen Heidentums, meinen Vorstellungen über die (Post-)Post/Moderne und meinen Erfahrungen zeitloser, persönlicher und allumfassender Empfindungen innerhalb einer Performance nachzugehen. Hey, Leute! – Wohin gehen wir eigentlich so eilig und mit stets möglichst bestimmtem Ausdruck?

5.) "Wherever & Whenever Part 1" (16:07)
Komm mit mir in eine Ausstellung ungewöhnlicher und einmaliger Bilder. Wann immer, wo auch immer und wer auch immer du bist. Lebe deine Fantasien und Träume!

Jetzt.