Die Aufnahmen zu "M.O.B." oder "The Monsters Of Bliss" entstanden, als ich mich selbst an einem entscheidenden Wendepunkt in meinem Leben angelangt sah und begriff, dass ich bei weitem nicht mehr auf- sondern vielmehr nur noch zusammenbrach.
Ich fand mich selbst bis zum Rand voll mit vagen und dennoch furchteinflößenden Gefühlen des Zorns, der Rache, verlorener Hoffnungen, aber auch angefüllt mit Emotionen der Zuneigung und des Mitgefühls.
Der Schrecken der täglichen TV-Nachrichten und die offensichtlich vorhandene Lage blanker Gewalt und egomanischer Blindheit machten mich einerseits stumm, wiewohl sie mich auf der anderen Seite dazu anstachelten den ganzen Scheiß einfach rauszuschreien.
Ich fühlte mich zerrissen und gestellt in dem etwas zu tun.
Mit "Pink Rose" - meiner Videomeditation über die Gräuel des 3. Reichs und die Geschichte des Rosa Winkels, "Blackout" - einem optischen Versuch über das Nichts und das Sein und dem explosiven Word-Rap "Deeper Red", fing ich an meine Anliegen in Bezug auf die schwule Szene als solche und als einen Teil dessen, was wir gemeinhin unsere Gesellschaft nennen, aufzuzeigen.
"M.O.B" wurde in diesem Zusammenhang noch persönlicher und intimer und war grundlegend für mich, um mich überhaupt wieder der Gegenwart, als auch einer Zukunft zu öffnen, ohne die Vergangenheit zu ignorieren, gering zu schätzen oder zu glorifizieren.