... trouve les pleurs!
Cherche toujours, cherche plus loin!
Viendras á l´amour sur ton chemin.'


("Emmanuelle" - Soundtrack /"Emmanuelle Song" - French Vocal Version
Music by Pierre Bachelet & Hervé Roy,
a film by Just Jaeckin.
1974)



Als ich mich darauf zu konzentrieren begann meinem ureigenen künstlerischen Ausdruck noch viel entschlossener und unabhängiger nachzugehen, nahm ich einige fundamentale Zusammenbrüche, und Veränderungen auf mich und auferstand ebenso oft wie ein Phönix aus der Asche.
Weit abseits wichtiger Informationen und eines Wissens, die mir beide einige Hilfe hätten zukommen lassen können.
Ich musste es alleine fertig bringen. Etwas erfinden.
Andere Menschen, die wie ich in einer ähnlichen Lage waren, wurden mir jedoch in ihrer Rücksichtslosigkeit gegen mich und auch gegen andere gefährlich, während wir aber alle versuchten erfolgreich voran zu kommen.
Jeder von uns erhoffte sich Einfluss und Ansehen zu erreichen, letztendlich zu gewinnen und es zu schaffen. Innerhalb der von uns als sozial repektabel und achtenswert angesehenen Begriffe.
Wir wollten nicht länger Aussenseiter unserer eigenen Normen sein, oder was noch schlimmer gewesen wäre als Verlierer des Gesellschaftsspieles dastehen.
Ich denke, dass wir so auch versuchen uns selbst vor unserer tief versunkenen Angst vor dem Sterben und dem Tod zu bewahren.
Jeder kennt das Scheitern. Der Intellekt, selbst dramatische Gefühle und ausladende Posen einer zur Schau gestellten Todessehnsucht können diese Furcht aber verbergen, die für uns gleichermassen wichtig, inspirierend und schreckenerregend ist.
Ich fand mich selbst mehr als einmal auf diesem Planeten den Kräften der Verwandlung als hingeworfen wieder.

Jedes Mal wenn das passiert, fühle ich mich als werde ich auf einer anderen Ebene meines Selbst wiedergeboren.
Etwas Aussergewöhnliches und Herausragendes findet dann statt und zerstört und verändert vieles von dem, was ich bis zu diesem Moment hin erlebt und für wichtig befunden hatte.
Manchmal geschieht das mittels eines unglaublichen Glücksfalles, der mein Leben völlig von unten nach oben dreht, oder es ereignet sich etwas sehr Schmerzliches und Schockierendes, das gleichwohl alles bis dahin Gewesene, abreisst.

Wenn etwas sehr Schönes geschieht, dann neigen wir oft dazu, dessen grosse Veränderungskraft, die uns somit auf eine andere Ebene befördert, gar nicht wirklich zu bemerken.
Im Gegensatz dazu sind wir entsetzt, wann immer etwas Grässliches und Bestürzendes unsere Existenz aufwühlt.
Wir sind deshalb voller Angst darüber was uns erwarten könnte - denn wir wissen nicht ob es etwas Gutes oder etwas Übles ist.
Diese Unsicherheit und diese sich aufsummierenden Befürchtungen machen uns glauben, dass wir das Recht dazu hätten andere Menschen schlecht zu behandlen und, da wir aufgrund dieses Gedanken zu Rivalen, wenn nicht sogar zu Feinden werden, diese fertig zu machen und wir versichern uns unserer selbst dahingehend, dass wir rechtschaffen handeln, wenn wir uns an diese gemeinen Richtlinien halten.
Selbst diejenigen, welche sich selbst in Beziehung zu verschiedenen Subkulturen bringen, die ihrerseits versuchen mehr Freiheit und Erfüllung im Leben zu erreichen, finden sich immer wieder an diese unausgesprochenen und nicht weiter hinterfragten Regeln gekettet.

Wir alle wurden in einer Kultur aufgezogen, die sich selbst auf Ausbeutung begründet hat.
Minderheiten kämpfen und leiden enorm unter diesen Bestimmungen, die ebenso für den Rest der weltweiten Bevölkerung zu einer Plage geworden sind.
Während wir versuchen uns selbst die zahllosen negativen Nebeneffekte zu erklären und vor ihnen fliehen, wiederholen wir diese permanent und mit ihnen ebenso ihre, oftmals mittlerweile völlig aus den Augen verlorenen Ursachen, ohne dabei aber den grundlegenden Strukturen auf die Schliche zu kommen, die uns mithin schon vor unserer körperlichen Geburt eingebläut wurden.
Wir versuchen aufzuwachen indem wir uns k.o. schlagen. Indem wir uns selbst aus dem Verkehr ziehen, oder und indem wir andere ohne einen zweiten, damit konkurrierenden Gedanken zu verschwenden, ruinieren, bzw. durch Verleugnung eines besseren Wissens im Stich oder ins Verderben rennen lassen.
Ist das also der viel besagte Überlebenskampf?
Vor dem die Schaffung von Kultur uns beschützen soll?
Ich denke, dass es tatsächlich so ist.

Dieser Artikel ist nicht nur ein längerer, sondern hoffentlich auch ein funkensprühender und ein sowohl dir, als auch mir Mut machender.
Da ich oft mit anderen Schwulen, Heten, Lesben, Transgender- und Trans-X-Personen und queeren Menschen verschiedenster Selbstdefinitionen künstlerisch zusammen gearbeitet habe, habe ich vielfach die Möglichkeit gehabt eine Menge an unterschiedlichsten Erfahrungen zu sammeln.
Also was kann ich dir darüber berichten?
Zu aller erst waren wir Freunde, die zusammen kamen aus Gründen ähnlicher Vorlieben und einer gewissen Seelenverwandtschaft, Zuneigung, gegenseitiger Anziehung und wahrer Liebe.
Aber wie alle anderen Partner auch gingen wir durch Verzweiflung, mußten mit verlorenen Hoffnungen fertig werden und mit der brutalen Tatsache eines beständigen Entrechtetwerdens zurande kommen, was deutlich auf einen Zustand des andauernden Kämpfens verweist.
Hört sich das nicht wieder sehr nach den Worten aus der Diskussion im ersten Teil dieses Artikels an?
Wir alle haben abstossende und furchtbare Ereignisse in unseren Leben erlebt, die wir allein schon uns selbst gegenüber zu oft unter der Rubrik, dass das Leben nun einmal so sei, ablegen und uns dabei aber auch wiederum der uns eingeprägten Werthaltungen wiederholt versichern.
Auf der anderen Seite erleben wir aber auch befreiende, wunderschöne und glückliche Ereignisse, derer wir uns jedoch nicht mittels eines passenden Umgangs mit ihnen, als fähig erweisen können.
Wir haben weder das eine und ebensowenig das andere gelernt.

Das ist etwas, das ich besonders an die schwule Szene und ihre besonderen erotischen Umgangsformen richten möchte.
Ich meine damit: Verliebe dich, wenn du Liebe geben möchtest und lebe deine Liebe, wenn du Liebe empfängst!
Es ist entsetzlich, wie oft in diesem Zusammenhang hervorragende Chancen verschwendet werden.
Wiederum kommen wir auf diese Tatsachen einer rücksichtslosen Entwurzelung zurück, welche uns von dem abschneidet, was tatsächlich eine echte Veränderung der unglücklichen und verheerenden gesellschaftlichen Muster, die in unseren Leben widerhallen und uns verleiten und missbrauchen, darstellen könnte.
Wir wurden geboren, um verkauft zu werden. Oder um zumindest süchtig zu werden.
(Was sich als Formen des Jesusmythos darstellt.)
Um zu Gliedern in einer Kette der Korruption und des Konsums zu werden.
Wir werden mit diesem Lebensstil angefixt, Waren und Menschen als käuflich zu betrachten und uns selbst und Dinge ebenso leichtfertig mittels Geld und/oder emotional eingefärbter Tricks wieder zu verkaufen.
Wir werden in eine Form eines modernen Sklaventums und von Abhängigkeit gepresst, um eine verkommene und alte Denkweise, die sich nicht ein bisschen verändert hat, zu befriedigen.
Wir werden in eine Illusion von bequemer Freiheit eingewickelt, so dass wir nicht in der Lage sind, die Dinge ihrem jeweiligen Wert nach enzuschätzen, oder uns mit unseren eigenen Augen vorzustellen wie sie sein könnten.

Aus diesem Grund halte ich die Kunst für tot, da sie ausverkauft und völlig verkommerzialisiert wurde in Inhalten von Konsum und Korruption und ich proklamiere gleichzeitig ihr langes Leben, da wir es jederzeit auch wieder mit sofortiger Wirkung anders machen können.
TV und Kinoproduktionen haben besonders die Kunstformen des Films und der Musik in Mitleidenschaft gezogen, welche zu deren eigener Missachtung und Entwertung überausverkauft werden, etc.
Das Drama einer dazu komplett unorganisierten Subkultur macht es über Strecken unmöglich irgend etwas Anderes zu erschaffen und sabotiert jeden Ansatz aus alternativen Kunstwerken einen sinnvollen Verdienst frei zu setzen, was ich als eine kulturelle Aktion der Wiedergewinnung von verschwendeten Geldern gegenwärtig schon als eine eigene und neue Kunstform bezeichnen möchte.
Entsinne dich: Wo immer es Formen von Kulturen gibt, gibt es auch Formen von Subkulturen.
Wir können nicht immer mit allem übereinstimmen und uns mit dem was offiziell vorgeht einhundertprozentig identifizieren. Und wozu sollten wir auch?
Soviel Raum muss sein!

Wenn alles schon gesagt oder getan worden wäre, wäre die Kunst aus einem anderen Grund tot, da wir dann vermutlich allesamt tot wären. Also gibt es ein Leben vor dem Tod?
An diesem Punkt kannst du dich danach fragen inwieweit die Natur ein Teil der Künste ist.
Ich verstehe mich selbst und meine Werke als einen logischen, verzweifelten, lebendigen, notwendigen und gelungenen Protest gegen diese bedauerlichen Zusammenhänge, da ich ebenso in Formen der Materialisation gehe, ohne jedoch mich oder meine Stücke der Bedeutungslosigkeit der tagtäglichen Ablenkungssindustrie zu überlassen.
Ich brach mit diesen Regeln, ich lief von dem, was mich unterdrückte, weg und ich musste meine Position klar kriegen, indem ich mich mit meinen Interessen, meinen Irrtümern, meinen Fehlern, meinem Ehrgeiz und meinem Talent aufzeigte, um schlussendlich alles zusammen zu einem Signal dieses ganzen Anliegens werden zu lassen.

Ich bin immer noch auf eine Art ein Opfer meiner Zeit und ich schäme mich nicht mehr dafür das zuzugeben. Ich bin hilflos und ich benötige vieles.
Jetzt vielleicht sogar mehr als jemals zuvor.
Gleichzeitig mache ich jedoch eine persönliche Unabhängigkeitserklärung.
Und obwohl ich so oft, so viel verloren habe, habe ich alles stets bis zum Maximum mit dem Leben angefüllt von dem ich mir immer erhofft habe, es tatsächlich auch zu leben, um es dann auch zu leben.
Ich wurde benutzt und betrogen, und möglicherweise bin auch ich desselben Verhaltens schuldig geworden. Ich wollte mich selbst nicht so erleben, denn ich liebte ja auch intensiv und leidenschaftlich.
Ich bin begehrenswert, liebenswert.
Ich bereue meine Uneinsichtigkeit, nicht meinen Feuereifer.
Besonders gegenwärtig wo ich mich selbst nicht davon abhalten kann jeden Tag bitterlich zu weinen.
Ich fühle mich so fertig.
Dieser Schmerz, diese Enttäuschung und die Agonie bringen mich nahezu um.
Ich kann lachen.
Ich wollte nie zu einem Täter werden, aber ich war voll mit Gefühlen der Vergeltung.
Ich war heimlich von Rache angetrieben, ohne mir selbst darüber jemals wirklich klar zu werden.
Ich konnte mich nicht eher selbst befreien.
Jetzt ist es geschehen.
So habe ich die Möglichkeit klüger und wissender zu werden.
Ich habe die plötzliche Gelegenheit aus Wiederholungen und Zwängen der Zerstörung, der gegenseitigen Vernichtung und Frustration auszusteigen.

Um diesen Wahnsinn zu beenden und um all das mir Begegnete einmal wahrzunehmen, zu erhöhen und zu feiern und meine Urheberschaft fortzusetzen, habe ich die CIR-Seite im Internet gegründet.
Die vielen Schicksalsschläge und die vielen Wunder, die ich während zahlreicher Ereignisse und Konstellationen erlebte, gaben CIR sein unverwechselbares Erscheinungsbild.
Aufgrund meiner Persönlichkeit und der einzigartigen Menschen, die mir begegnet sind und die mich beeinflußt haben, meines Werdeganges und dieser radikalen Veränderungen werden dir bestimmt eine ganze Menge wunderlicher und erstaunlicher Bilder und Sounds begegnen.
Freu dich daran, wundere dich, geniesse sie, weine und lache!
Erfinde!



Mein Dank geht an folgende Personen besonders in Hinsicht auf die von uns gemeinsam zustande gekommenen Werke, ihre Mitwirkung und ihre Einverständniserklärungen in Bezug auf meine Unternehmungen diese eigenständig zu veröffentlichen.
Zusätzliche Info findest du auch bei der Video-Serie
"Wherever & Whenever 1(-4)".
In der Reihenfolge des zeitlichen Kennenlernens.


.) die 2 Klosterneuburger Gruppen
.) Jürgen C.W. Jandrisic
.) Ilir Man-Eng+ (Ilinka, the black one of the three witches)
.) Johann Jordan und Robert Wiener aka Sirius and Darktunes
.) Roland (Daphne)
.) Josh, Robert, Thomas und Daniel (aka Shawn, Dawn, Romy und Valentino)
.) Eddy (Le Cosmic Sugar)
.) Die unbekannten Fotografen
.) Die weiteren Mitglieder von House of Sirius, besonders die Gothic-kids
unter anderem Robert, Anita, Michaela, Klaus and Rita
.) Patryk Dawid Chlastawa
.) Mario(n) (The red witch.)
.) Stefano
.) Igor von "Das Studio" und "Göttin des Glücks"
.) Trixi und Gisela
.) 2 artists of AFA Vienna
.) Lifeball - büro
.) Meine Modelle
.) und viele mehr.

Love bless you!