CIR - SICHER, VERNÜNFTIG UND ÜBEREINSTIMMEND

Ausser der im folgenden Text beschriebenen Anhaltspunkte, lies, für deine weitere Information überdies die anderen schriftlich niedergelegten und aufgeführten Erklärungen von CIR.
z.Bsp.:
-->"Das Theater der Gefühle"
-->"24062004"

Zu Beginn möchte ich ein paar die Schwulenszene ebenso betreffende, in erotischen Zusammenhängen allgemein und in unserer gegenwärtigen, sexuellen Kultur sehr häufig verwendete Begriffe anführen und sie dir besonders aus dem BDSM Gedanken heraus nahebringen:

-BDSM- diese Buchstaben sind eine Abkürzung, die für die angloamerikanischen Worte Bondage (& Discipline), Dominance (&Submission), Sadism and Masochism stehen. diese stellen verschiedene, aber auch oftmals miteinander verschränkte Bereiche des sinnlich-sexuellen Spiels dar;

-BONDAGE- beschreibt eine Möglichkeit mittels (eigens dafür angefertigter) Seile und Ketten den Körper zu fixieren und zu fassen, um die sexuelle Erregung zu intensivieren und zu verlängern;

-SCHWANZFOLTER- hat etwas mit BONDAGE zu tun, da auch hier Schnüre oder Seile zum Einsatz kommen, um das männliche Geschlecht damit zu binden und zu behandeln, wobei auch untercshiedlich starke Schmerzreize stimulierend eingesetzt werden;

-LUSTSCHMERZ- ein wahrlich gelungenes, zusammen gesetzte Hauptwort, um der Verquickung von Schmerz und Lust und deren gemeinschaftlichen Gebrauch im Sex einen Namen zu geben;

-DOMINANZ- heisst soviel wie Herrschaft und bedeutet auch wesentlich genau das. Gemeint sind damit - jetzt einmal abseits von BDSM-Spielen - Verhaltensweisen und Umgangsformen, die einen anderen überwältigen, beziehungsweise sich seiner bemächtigen; Rollenspiele können dabei eine ausserordentlich wichtige Anleitung sein. Im BDSM-Zusammenhang geben vor allem deine Fantasie und deine tiefsten Begierden dem Spiel Lebendigkeit und Leibhaftigkeit.
So hat es für einige Männer eine ausserordentlich grosse Bedeutung in ihrer Art sich beim Sex auszudrücken in Bahnen gelenkt zu werden.

-SADISMUS- ist ein altes und überliefertes Wort, für das der Familiennamen des französischen Grafen De Sade Pate stand. Dieser war ein revolutionär böser Landbesitzer des achtzehnten Jahrhunderts. Gedacht war es deshalb eine Persönlichkeit vorzustellen, die andere für das eigene Wohlbefinden und nicht aus damals sozialmoralisch akzeptierten Gründen quälen musste.
(mehr dazu siehe --> "LE S. ET LE M.")
Später fand der Begriff seinen Eingang in die Psychiatrie, wobei hier eine spezielle Art der seelischen Störung gemeint war, die Menschen dazu veranlasste andere Lebewesen zwanghaft zu verletzen, seelisch völlig zu verstören und im Extrem durch blanke Grausamkeit zu töten. Das dies nichts desto trotz eine menschheitsgeschichtliche Konstante darstellt, erleben wir in den Berichten und Schilderungen von Kriegszuständen.
Im sexuellen Miteinander moderner Tage stellt das "S" des Sadismus innerhalb der Abkürzung "BDSM" das Verlangen zu beherrschen dar, wobei dies sehr treffend die Vielschichtigkeit wiedergibt, da es sowohl um Herrschaft, als auch um Beherrschung geht - wie wohl das der österreichische Ausdruck, dass man die Beherrschung auch verlieren kann, weiss - und die Fähigkeit mit gesunden Kräften diese beiden auch umzusetzen.
Bemerkung: Mach einen bewussten Schritt aus dem Alltagstrott raus und denke einmal über den Schmerz und die Grausamkeit unserer Zeit nach.
Setz dich entspannt vor die Glotze und zieh dir deine Televisionen mit diesen Augen dann aufmerksam rein - also sag, was findest du da?

-VERNÜNFTIG- ist in etwa das entsprechende deutsche Eigenschaftswort für das englische Adjektiv „sane“ und meint auch selbiges, nämlich die mentale Verantwortungsfähigkeit jedes einzelnen, auch Zurechnungsfähigkeit genannt.

-SICHER- wieder hier in anlehnung an die englische Auseinandersetzung zum Thema sexuelle Sicherheit erklärt es als kleines, aber wirkungsvolles Wort, uns, als diejenigen, welchen Selbstverantwortung und persönlicher Gesundheitsschutz mittels der Verwendung von Kondomen zukommen.
Es hat unglaublich an Bedeutung durch die ACT-UP- Bewegung gewonnen, die in den frühen Achtziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts als die AIDS-Krise überaus schrecklich war, ihren Anfang genommen hat.
Immer noch bezeichnet es die einzig sinnvolle und effiziente Weise sich selbst vor sexuell übertragbaren Krankheiten (Gängige Abkz.: "STDS" - Sexually Transmitted DiseaseS") zu bewahren.

-ACT-UP- wurde als aussagekräftiger Slogan entwickelt, damit die Bemühungen und die erfolgreich erarbeiteten Standards mutiger, ursprünglich vorwiegend amerikanischer, schwuler Aktivisten und Künstler, die sich mit der AIDS-Krise direkt konfrontiert sahen, endlich betitelt werden konnten.
Aus der vorangegangenen Sorglosigkeit der Disco Generation waren starke Forderungen entstanden, die es notwendig machten die sexuellen Lebensweisen neu zu gestalten und grundlegend zu überdenken, um es mit dieser massiven Veränderung aufnehmen zu können.

-AIDS- zu Deutsch: erworbene Immunschwächekrankheit; Ich weiß nicht, ob die Sprache ein Virus ist, AIDS fusst jedoch mit Sicherheit auf einem;
Übertragen lässt es sich bei eindringendem Sex und Ejakulation ohne Kondom, beim Schlucken von Samenflüssigkeit bei gleichzeitigen Verletzungen bzw. offenen Stellen im Mund, wenn Samen in Augen oder Wunden gelangt und bei dem gemeinschaftlichen Gebrauch von kontaminierten (=mit frischem Blut oder frischem Samen benetzte) Peitschen, oder anderen möglicherweise die Haut, oder die Schleimhäute verletzendem sexuellem Spielzeug, das mit HIV infiziertem Samen oder Blut in Berührung kam.
Besonders fatal ist beim Schwulensex der ungeschützte Analverkehr, da hier das Virus aus dem für ihn notwendigen Milieu unmittelbar in das gleiche eines anderen Menschen übertreten kann, eine Infektion erfolgt somit zwangsläufig. Ausserhalb des menschlichen Körpers ist das Virus nicht überlebensfähig, sinnvolle und notwendige Desinfektion schadet jedoch allein schon wegen anderer Viren und Erreger überhaupt nicht.
Auf der anderen Seite erhöht dieses Wissen mit Sicherheit deine Möglichkeiten dich zu schützen und aktiv zu sein, wie auch die deiner sexuellen Befriedigung.
Jede Form von Bluttransfusionen, auch bei Wiederverwendung eines Fixerbesteckes sind neben der pränatalen Infektion weiter Übertragungswege des HI-Virus, der dann den Ausbruch von AIDS vorantreibt.
Zu guter letzt: Scheue nicht davor zurück auch deinen Arzt, oder deine schwule Beratungsstelle daraufhin anzusprechen!

-HIV-Humanes Immundefizienz Virus- bevor es zur Ausbildung dessen was wir gemeinhin AIDS nennen, kommt, und was genauer gesagt eine Summe von Symptomen, die schlussendlich tödlich sind, bezeichnet, muss zuvor dieser alles beginnende Virus in den Körper gelangt sein.
Die schwule Szene hat sich in den Neunziger Jahren von dem voran gegangenen Schock einer vorerst unabsehbaren Bedrohung ausgesetzt zu sein, erholt;
Das Leben rückte wieder in den Vordergrund und die Möglichkeiten eine aufregende Sexualität eben mit Kondom zu haben wurden erneut ausgelotet.
Zwischenzeitlich hat sich der Zustand gebessert, um sich jetzt erneut selbst als herausgefordert zu sehen: Wohin nun, mit diesem Safer SEX?
Es bedarf also einer weiteren Entwicklung die mehr an verschiedenen Modellen schwuler Partnerschaften orientiert ist, aber nichts desto trotz eindeutig in Sachen AIDS auf Aufklärung und Information setzt.

-BAREBACKING- ein ebenfalls sehr treffender Begriff aus dem Englischen für ungeschützten sexuellen Anal- / Verkehr.
An dieser Stelle werden alle die schon eingangs vorgestellten Fragestellungen erneut aktualisiert.
Vor allem für sehr junge, vielleicht auch emotional unerfahrene Menschen stellt dieses Phänomen - dass es, wie auch gesagt werden muss, schon in den Anfängen des SAFER SEX gab - eine doppelte Problematik dar: Gerade in Hinblick auf die mangelnde Behandelbarkeit des HI-Virus und die dem Leben noch zuzusprechende Bandbreite an befriedigenden und schönen Erfüllungsmöglichkeiten mit anderen, sorgfältigeren Männern könnte durch BAREBACKING ein plötzlich ein jähes und vermeidbares Ende gesetzt werden.
Schwule Männer sollten bei Schwierigkeiten, die durch das Tragen eines Kondoms vielleicht unmittelbar auftreten, wie etwa eine fehlende Steifheit des Gliedes, weiser sein und an Gespräche darüber, an verfeinertes erotisches Gespür oder an Medikation denken.
Wie auch immer ihr euch dazu innerhalb einer Partnerschaft positioniert, überlegt und wägt die Risken und deren mögliche Unumkehrbarkeit mit Bedacht ab.
--> "rEMeBRAnCE of affection"/ "He Is There Now."

-HIT HARD AND HEAVY- wird auch im Deutschen so verwendet und gibt einen verschiedener Wege das HI-Virus zu behandeln wieder;
Es bedeutet also nicht eine Person K.O. schlagen zu wollen, als vielmehr das Virus mittels ausgeprägt wirkungsvoller Medikamentengabe zu vernichten suchen.
Immer noch gibt es keine Heilung für AIDS, die Pillen und Tabletten es in Schach zu halten, sind in der Einnahme wegen ihrer starken Wirkungen kein Spaziergang.
Einige dieser Substanzen können auch bei erst kurzfristig erfolgter Ansteckung zum Einsatz kommen, um das Virus an einer ausgedehnten Vermehrung zu hindern.
Wenn du dich also unsicher, oder berechtigt erschreckt fühlen solltest, bei dem Gedanken was letzte Nacht so alles passiert ist, dann suche unverzüglich die Notaufnahme eines Krankenhauses auf - am besten noch innerhalb der ersten 24 Stunden! Das Personal dort kann dir auf jeden Fall weiterhelfen und auch du kannst sie diesbezüglich in die Pflicht nehmen.
Denn nur dann hast du reale Chancen noch einmal mit einem blauen Auge davon zu kommen!

-ÜBEREINSTIMMEND- als drittes, den englischen Satz „SAFE, SANE AND CONSENSUAL“ ausmachendes Wort, soll hier auch dessen deutscher Inhalt ausdrücklich gewürdigt werden.
Alle, die miteinander Sex haben sind durch das Gesetz als gleichwertige Partner vorgesehen und dem, was dabei geschieht nach Erhalt aller benötigten Information zustimmen.
Selbst wenn die Teilnehmer ungewöhnlichen, erotischen Praktiken huldigen, oder während des erotischen Aktes verschiedene Rollen einnehmen, bleibt ihre gesellschaftliche und auf den Menschenrechten basierende Ganzheitlichkeit unanfechtbar und ist zu jeder Zeit zu respektieren.

-SAFEWORD- das Sicherheitswort im Deutschen ebenfalls als „SAFEWORD“ oftmals bezeichnet, ist ein wörtliches Signal, welches dazu dient alle Aktivitäten während einer SM-Session zum sofortigen Erliegen zu bringen, oder sie grundsätzlich verlangsamt.
Ich finde, dass nicht nur in Lederkreisen ein solches Wort dringend angebracht ist, als es auch in anderen Partnerschaften ein Bremssignal geben sollte, um Sicherheit, Gleichwertigkeit und Gesundheit zu gewährleisten.
Die Moralitäten vergessen aber oft ein solches.
Suche dir ein Wort aus, dass du, falls du es jemals brauchen solltest gerne herausgeschrien, oder geflüstert, hören möchtest.
Denke über das, was du tust nach. Das Denken stört nach einer gewissen Gewöhnung daran den Sex ganz und gar nicht- im Gegenteil es kann dir sogar störende Gedankenmuster zugänglich machen.
Schrecke davor nicht aus Scham zurück, Worte und Gedanken sind wichtig für deine Gefühle und Handlungen, ausserdem lässt sich die sexuelle Erregung mit ihnen mehr als nur anheizen.

-RITUALE- sind sich wiederholende Verhaltensweisen oder Vorgänge, die dazu eingesetzt werden können dich zärtlich und behaglich mit deinem Gefährten beziehungsweise der Situation einzustimmen.
Ich geniesse es zum Beispiel enorm eine rote Kerze anzuzünden, bevor ich mit dem dominant-submissiven Sex beginne.
Das Flackern der Flamme vermittelt mir eine Menge Sicherheit in dem was ich dann zu tun gedenke.

-UNTERWERFUNG- stellt die andere Seite zu Beherrschung und zu Herrschaft dar. Wer auch immer bereit ist, sich selbst dahin zu bringen die Vorstellung einer dominanten Person zu ermöglichen, eröffnet sich als ein sich Unterwerfender und stellt dabei seine anderen Bedürfnisse in den Hintergrund, auch mit dem Ziel sich selbst mehr gehen lassen zu können.

-KONTROLLE- besagt nicht nur etwas über den Einfluss den eine beherrschende Person über eine sich untergebende hat, sondern stellt auch eine wesentliche Grundlage der gesamten sadomasochistischen Sexualität dar.
Beide oder alle Partner sind aufgefordert mit wachen Sinnen auf die Vorgänge dabei zu achten.
Speziell im sexuellen Zusammentreffen dominanter und submissiver Menschen können diese Tatsachen von Herrschaft und Unterwerfung spontan neue oder bis dahin unbekannte Ereignisse eintreten lassen, wobei tiefe Gefühle das Schauspiel geben können.
Auf der dominanten Seite kann ein zu harter Wille und auf der sich unterwerfenden Seite ein zu hartnäckiges Hervorrufen zu einigen - hoffentlich interessanten- Schwierigkeiten führen.
Falls das geschehen sollte, ist es angezeigt sich einmal die erforderliche Zeit zu lassen, sodass ein brauchbarer Weg eine Gelegenheit hat, sich abzuzeichnen.
Ich gehe damit zumeist so um, entweder überaus kühl zu werden, oder die ganze aufgestaute Scheisse im Kommando Ton raus zu schreien.
Versuch einmal dir deine oftmals gegensätzlichen Wesenszüge bis zu einem gewissen Ausmass vorzustellen, daraus entwickelt sich im Laufe der Zeit Selbsterkenntnis, wodurch deine besonders persönlichen Gefühle nicht zu einer heimlichen und unerträglichen Last geraten.
Abschliessend empfehle ich dir einen gleichnamige housetrack "Control" von Traci Lords, die einiges über das Thema zum Besten zu geben hat.

-DOM,TOP, MEISTER ODER HERR- stellen andere gleichbedeutende Ausdrücke für eine dominante Person.

-SUB, BOTTOM, SKLAVE ODER BOY- die für eine submissive Person.
Neuschöpfungen wären hier durchaus erstrebenswert.

-MASOCHISMUS- wieder ein altes und überliefertes Wort, das vom Namen des österreichischen Baron Sacher-Masoch aus dem neunzehnten Jahrhundert herrührt.
Er lebte seine Leidenschaften nach Erniedrigung und sexueller Verweigerung;
Auch dieser Begriff wurde zur Klassifizierung einer psychischen Störung herangezogen, die es Menschen verunmöglicht ihr Leben aufgrund des darüber eingeschätzten Verlangens herabgesetzt oder verletzt zu werden, selbst zu bestimmen.
Heute werden im Bereich der sadomasochistischen Neigungen diejenigen erotischen Reize darunter verstanden, welche es zustande bringen, dass sich jemand den sexuellen Darstellungen einer anderen Person willentlich fügt.

-SM- eine Abkürzung für Sadomasochismus; Darin wird auch klar gemacht, dass diese Vorlieben abgesehen von ihrem Vorhandensein während einer solchen erotischen Begegnung, oder einer Beziehung dieser Art, auch innerhalb jeder einzelnen der daran teilnehmenden Persönlichkeiten gleichzeitig existieren.
Wer weiß schon, welche masochistischen Fantasien einen dafür geeignet machen sich als Sadist zu geben.
Oder, dass manch eines Anstrengungen eine nette Person zu sein, eine sadistische Ader verbergen.
Kurz gefasst soll damit gesagt sein: Sadismus und Masochismus leben munter in jedem von uns;
Allein schon durch unsere Bestimmung, unser schlichtes Menschsein.
SM ist für sich genommen ein Ausdruck menschlichen Wollens und hat sehr viel mit unserem zugrunde liegenden Leben in dieser Welt zu tun, das oftmals über versteckte Psychospielchen abgewickelt wird.
Auf der Ebene der bewussten Wahrnehmung dieser Vorgänge stellt SM
Lust und Freiheit dar.

-SWITCH- drückt genau die angesprochene Fähigkeit aus, beide Seiten zu leben; Einmal in Form der Dominanz, dann wieder in Gestalt von Submission.
Das kann besonders heiß sein, wenn es darum geht die eigenen Gefühle zu erforschen, oder wenn mann in der Stimmung ist den Sex sowohl geschehen zu lassen, als auch zu bestimmen.
(siehe auch -> "24062004")

-HANKY-CODE / FARBEN - der Hankycode und seine Farben kommunizieren durch das Tragen eben verschieden farbiger Taschentücher, zu dessen Zweck so genannte Bandanas herangezogen werden, besondere sexuelle Vorlieben und erotische Vorzüge.
Gerade wenn du dich auf einer anonymen Suche nach Fleisch für deine Fantasien befinden solltest, kann er dir nützlich sein.
Beachte dabei in welcher deiner Gesäßtaschen, oder an welchem deiner Arme du die kleine Fahne trägst und befolge damit die links-aktiv/ rechts-passiv Konvention. Ein Tuch um den Hals zu tragen bedeutet, dass du dich keiner Rollenzuschreibung unterwerfen magst.

Schwarz ist nie verkehrt, da es durch seine blosse Aura schon etwas mit SM zu tun hat; Aber Vorsicht es steht auch für Schmerzspiele und Peitschen!
Ich schätze besonders seine Verbindung mit Rot, das für mich persönlich die schlagende und gefühlsmäßig fordernde Seite des SM verkörpert.
Es wird häufig auch für die Angabe des Faustfickens verwendet;
Neben Gelb für Pissspiele und Braun für Beschäftigungen mit analen Geschenken, fand ich eine Vielzahl von teils sehr unterschiedlich eingesetzten Farben und Vergnügungen:
soft pink- Analspielzeug
orange - (L) alles und das sofort / (R) nichts jetzt
dunkelblau - ficken
(mehr dazu findest du online im "deviants´dictionary" unter "hanky code". Viel Vergnügen beim Schmökern!)

In Fällen völliger Verwirrung frag doch bitte dein Vis-á-Vis nach seinen schillernden Stimmungen!

-PERVERT- ein Ausdruck der nunmehr mit Stolz verwendet wird, um eigenwillige, erotische Wünsche zu artikulieren.
Früher war auch dieser Begriff teil des auf Sigmund Freud aufbauenden psychiatrischen Wortschatzes und sollte ungewöhnliche und gefährliche, weil gesellschaftlich verachtete, sexuelle Anliegen bezeichnen.
Heute hat SM sehr viel mehr mit der Verwirklichung brauchbarer und guter Kenntnisse zu tun mit sexuellen Extravaganzen umzugehen.
Es ist tatsächlich ein erfreulicher Weg deine sinnlichen Träume auszuleben.
Die Menschheit selbst muss vielen Veränderungen auf vielen Gebieten ins Gesicht sehen, so soll es damit bewendet sein zu sagen, dass sich nicht nur in der Zukunft noch einiges ändern wird, sondern schon in unserer Gegenwart eine Verwandlung auszumachen ist, was jeder von uns nur zu gut aus seinem eigenen Leben weiß.

-FETISCH- steht für die starke, erotische und sexuelle Erregung die jemand beim Gebrauch von Gegenständen, oder beim Tragen bestimmter Kleidung empfindet.
Mode ist überhaupt ein sehr weit verbreiteter Fetisch.
Da wir durch das Tragen eines Kleidungstückes einen Status demonstrieren, der letztlich unsere Fantasien von Schönheit, Begierde, Kontrolle und somit sexueller Macht befördert;
Man denke auch an die vielfältigen Variationen von Uniformen die bei SM zum Einsatz kommen.
Mittlerweile beschreibt dieser Begriff in der Fetisch- und Lederszene auch den Akt des sich zurecht machens und vorbereitens für die Tanzbodeneinlage.

-NEUNSCHWÄNZIGE KATZE- die; Ist eine speziell geformte Peitsche, die mehr als ein Ende hat um den Schmerz zu mildern. Ich habe sie als Repräsentativ für die Wagenladungen von Spielzeug angeführt, die als passende Dienerschaft der Lust geweiht werden können.

-COMING-OUT- jeder sollte eines haben; Es vertritt den Prozess, das Erlebnis, oder das genaue Datum der zutiefst persönlichen Anteilnahme an der Befreiungsbewegung der Schwulen und die öffentliche Erklärung der eigenen Männerliebe;
Darüberhinaus bedeutet es hier die Entwicklung, das Erlebnis oder das genaue Datum, von da an mann selbst als Sklave oder als Meister im Lack- und Ledergelände auftauchte.

-PRIDE- wieder einmal ein ins Deutsche wundervoll übertragenes englisches Wort. Es meint im Wörterbuch: Stolz, Hochmut, Zurschaustellung, Hoffart, Selbstgefühl. Ich finde alle Bezeichnungen okay und jedem ans Herz gelegt.
Die einzige Variante die ich noch extra herausgreifen möchte, ist die des Selbstgefühls.
Es ist von erheblicher Bedeutung sich selbst zu spüren, sich selbst zu kennen und auch sich selbst sowohl vor sich selbst als auch vor anderen anzuerkennen, als die Person die jeder von uns einfach ist und eigentlich darüber hinaus noch, als die jeder von uns als Einzigartigkeit geschaffen wurde.
Es gibt verschiedene Formen von Zusammensetzungen wie GAY-PRIDE oder LEATHER-PRIDE;
Damit sind große öffentliche Schwulenfeiern oder Ledertreffen gemeint, mit dem Sinn wenigstens innerhalb eines gewissen Zeitraumes als Gemeinschaft innerhalb der eigenen Reihen und der Gesellschaft, die ja letztlich aus vielen verschiedenen Gemeinschaften besteht, aufzutreten und beidem Dank wie Zoll abzustatten, aber ihnen auch einen Spiegel und Kritik vorzuhalten.
Insgesamt denke ich, dass die Gesellschaft gerade in Österreich enorm von der Schwulenbewegung profitiert hat, und dass die Menschen hier am Tag der "REGENBODENPARADE" auch einfach alle etwas loslassen und sich einmal wärmer geben können.

-REGENBOGENFAHNE / BDSM-FAHNE- beide wurden von inspirierten Männern - Gilbert Baker 1978 und Tony DeBlase 1989 - in einem Akt guter und gut angebrachter Ideen erfunden.
Die Regenbogenfahne sieht wie ihr Name schon sagt einem Regenbogen und seinen Farben sehr ähnlich.
Jeder Farbstreifen hat eine hervorgehobene Bedeutung: Rot steht für das Leben, Orange für Gesundheit, Gelb für das Sonnelicht, Grün für Natur, Blau für Harmonie, Violett für den Geist.
Die beiden ursprünglich miteinbezogenen Farben Türkis für Kunst und Hot Pink für Sexualität wurden aus praktischen Gründen gekappt und haben somit zwei überaus wesentliche Bereiche entfallen lassen.
Deshalb gebe ich euch auch meine Interpretation der Farblage mit auf den Weg:
Rot für die queere Leidenschaft und die schwule Liebe , Orange für Gesundheit & den Kampf gegen AIDS, Gelb für das Licht schlechthin, Grün für das ewige Leben und das gesellschaftspolitische Engagement, Blau für Kunst (für die Harmonie ja ein Grundbegriff ist) und Freiheit, Violett für Spiritualität und die große die ganze Menschheit fassende Verbindung im Geiste;

Die BDSM-Fahne besteht aus einem roten Herz, schwarzen, blauen und einem mittleren, weißen Balken.
Ich verstehe Rot hier als Symbol für die Liebe, Blau für die mann-männliche Sexualität, Schwarz für SM selbst und Weiß für Reinheit.

-DROGEN- warum sollte ein Thema wie dieses hier angeschnitten werden, werdet ihr euch vielleicht fragen.
Nun es ist ja einigermaßen begreiflich, dass Genussmittel mit dem hier beschriebenen sexuellen Genuss Hand in Hand gehen können und mehr noch, das auch in der Praxis ebenso weit verbreitet tatsächlich tun.
Im Englischen gibt der Begriff des Drugstores, was im Deutschen gemeinhin die Apotheke bezeichnet, ziemlich gut an, wie umfassend wir von Drogen aller Art umgeben sind.
Das Wort „Droge“ (Holländisch) selbst leitet sich von der Vorstellung getrockneter Ware ab. Jede Arznei, jedes Genussmittel, selbst die Bestandteile unserer Nahrung beinhalten Drogen.
Ja unser Körper selbst arbeitet und funktioniert damit.
Es gibt also jede Menge Alternativen sich selbst und andere legal zu berauschen und überdies nicht Gefahr zu laufen im Extremfall außerordentlich hart aber zwangsläufig belangt zu werden.
Deshalb solltet ihr Lust von chemischer Verfügbarkeit möglichst abkoppeln.
Letztlich hat im Rahmen von SM selbst Alkohol nur in kleinen Mengen etwas verloren da sich jede zusätzliche Blutmischung nur als Hindernis auf dem Weg zur eigenen Emotionalität erweist.
Erwähnt sei auch, dass Drogen vielfach als Gemütsfestigung angewandt werden, es wäre sicherlich sinnvoller Gespräche anzustreben und die Angst vor mehr Offenheit zu besiegen.

-LIEBE- erinnert ihr euch davon einmal etwas gehört zu haben?
Selbst wenn es Leute gibt, die sich nur sehr schwer vorstellen können, dass es unter Lederkerlen und SMlern starke Gefühle der Zuneigung und des Umsorgens ihrer Partner oder Bettgenossen geben kann, genau das Gegenteil ist der Fall.
Gerade die Praktiken des SM knöpfen sich die menschlichen Verhaltensweisen zu hassen und zu missachten meiner Meinung nach wie nichts anderes vor.

-LEDER- jeder kennt es; Für die Lederszene, die ein Teil der SM-, der Fetisch- und der Kinky-Szene ist, was diese umgekehrt ebenso für die erst genannte sind, ist es eine Glaubenssache:
Liebe es, oder riech daran!

-KINKY- ist ein anderes Eigenschaftswort für die Begriffe „PERVERS“ und „ABWEICHEND“;
Ich würde es für meinen Geschmack zusätzlich im Latex- und Gummibereich ansiedeln.

-KLINIK- magst du Plastik, Stahl und Krankenhausmaterial?
Klinikspiele haben eine Menge mit unseren zivilisatorischen Errungenschaften, unserem Erwachsenwerden und dem ursprünglichen und stets fortdauernden Drang jemand zu sein, oder zu werden, zu tun.

-TRANS- eine lateinische Vorsilbe oder Präposition für die deutschen Begriffe „hinüber“ oder „hinaus“. Auf Sexualität bezogen, finden wir diese Worte in Transsexualität, Transvestismus oder Transgression, was wörtlich Überschreitung im Sinne von Sünde oder Tabubruch heißt, aber wie ich finde auch für eine übergreifende und gleichzeitige Verwendung verschiedener, in unserer Kultur strikt voneinander getrennt behandelter Gebiete stehen kann.
Alle drei Worte haben einige Bedeutung für SM;
SM ist eine Form sexueller Erfüllung, die jeder von uns erfahren kann. Für transsexuelle Menschen kann es außerdem ein Schritt auf dem Weg ihrer Umwandlung sein.
Transvestismus kann teil des sadomasochistischen Rollenspiels sein, oder zusammen mit Fetischhandlungen vorkommen.
Transgression also die Überschreitung und Zusammenführung einander kulturell fremd gehaltener, tabuisierten Themen, wie etwa Gewalt und Sexualität ist naturgemäß immer ein Thema.
Deshalb sollten sich vor Beginn des Spieles alle darüber im Klaren sein, wo Grenzen aufgelöst und wo sie gesetzt werden müssen.
Und: Wenn ihr im Zweifel seid, dann lasst eine Session aus!

-GRUPPENSEX- wie auch immer du dich entscheiden solltest und in einer fixen Partnerschaft leben willst, oder mit mehreren Liebhabern, oder anonymen Sexkontakten nachgehst, oder mit deinem Partner an solchen mitmachen möchtest, vergiss nicht, dass dein Leben vielgestaltig sein kann, nimm dir also nicht die Gelegenheit es von mehreren Seiten kennen zu lernen, in dem du dich zu unsicheren Handlungen hinreißen lässt. Sprich mit anderen über deine gegenwärtigen Vorstellungen und möglichen Ängste bezüglich der Zukunft.
Besonders Gruppensex mit Unbekannten kann eine verzehrende Dynamik annehmen und eine tiefe Befriedigung vorgaukeln, die es dabei aber vor allem auf einer ästhetischen und ausgleichenden Ebene gibt. Wahrscheinlicher ist, dass die ungefilterten Begierden der Anwesenden sich buchstäblich entladen, beziehungsweise ebenso besonders auch im Nachhinein wiederum auseinander klaffen.
Da ja Sex nicht nur eine Verbindung zum Leben, sondern auch zum Tod hat und das nicht erst seit AIDS und das wiederum nicht nur exklusiv für schwule Männer, halte dir vor Augen, dass jeder von uns auch so genannte Lebens- und Todeswünsche mit in den Sex einbringt.
Diese arbeiten zumeist unter der Oberfläche und sind von Haus aus ziemlich verworren.
Was als wunderschöner, oder als saugeiler Moment anfing, kann sich später als ein so nicht weiter haltbarer Zustand entpuppen.
Bemerke und wertschätze deine Gelüste, bevor du sie heimlich stillen und anschließend weder verdrängen musst. Oftmals entwickelt sich aus einer sich selbst einmal zugestandenen Annahme der eigenen Wünsche, gelungene und alles zum Besseren drängende Umsetzungen in der Gegensätzlichkeiten wie etwa Verantwortung und Hingabe gleichzeitig Platz haben dürfen.

-SICHER, VERNÜNFTIG UND ÜBEREINSTIMMEND- eine wörtliche Übersetzung des englischen SAFE,SANE AND CONSENSUAL;
Nachdem du das voran Gegangene gelesen hast, wirst du sicherlich den Sinn dieser drei Worte zur Kenntnis nehmen können und auch verstehen.

1.) Spiele sicher- praktiziere sichereren Sex; Verwende Kondome, um Sperma davon abzuhalten in jemandes Körperöffnungen zu gelangen!
Desinfiziere Geräte, die mit Blut, Kot oder Samen in Berührung gekommen sein könnten. Teile, oder konsumiere auf keinen Fall Blut, Sperma oder unmittelbar verwendete Spielsachen, die für sexuelle Aktivitäten bestimmt sind, mit anderen.
Anm.: Gelungener und genussvoller Sex ist natürlich auch mit HIV-Positiven möglich, je eher ihr euch über euren Serostatus (=HIV-Testergebnis) informiert, umso offener und befreiter könnt ihr mit der Situation dann umgehen. Du bist mit Sicherheit ein liebenswerter Mensch, schmälere deinen Wert nicht selbst und lass dich auch von anderen nicht fertig machen. Be-/Schütze dich!
Lass nicht zu, dass du jemand anderen ansteckst!
Du hast unter keinen Umständen dazu irgend ein Recht dich so zu verhalten.
Du verletzt mit hoher Wahrscheinlichkeit damit nur jene, die dir vielleicht eine große Hilfe hätten sein wollen. Versuche dem, der dich infiziert hat, zu vergeben. Die Szene braucht dich, gerade weil sie nicht vollkommen ist. Sprich mit jemandem über deine Lage und schütte dein Herz der schwulen Community gegenüber aus.
Es gibt eine Menge Menschen, die mit Liebe auf dich warten und andere, die mit ihrem Wissen für dich da sein können.
Es gab bereits soviel Schmerz, bitte mach es anders, mach einen Unterschied!

2.) Sei Herr deiner Sinne, trink nicht zuviel Alkohol, verzichte auf bewusstseinsverändernde Drogen.
Halte mit deinen Gefühlen Schritt besonders, wenn du dich plötzlich überwältigenden Empfindungen der Furcht, der Wut oder der Ekstase gegenüber siehst.
Folge keinen undurchsichtigen oder Angst einflößenden Befehlen von Leuten, die du nicht gut kennst und die letztlich dein Vertrauen oder deinen Gehorsam nicht wert sind.

3.) Mit anderen für sexuelle Befriedigung zusammen zu kommen, ist stets mit einem frei erfolgten emotionalen, wörtlichen, gesetzlichen oder formalen Einverständnis verbunden.
Was auch immer für Möglichkeiten ihr findet, das zu ermöglichen, ermöglicht sie euch einfach.
Das kann ja in ein gelungenes Vorspiel ausarten.

Schäme dich nicht dafür ältere Männer sexuell anziehend zu finden.
Liebe zu empfinden muss noch lange keine Garantie dafür sein süßlich behandelt zu werden.
Teile dein begeistertes und begeisterndes Ja mit, wenn du es wirklich so meinst.
Selbst dein Partner in einer jahrelanger Beziehungen kann über eine unverblümte Aufforderung zum Sex deinerseits überrascht sein.
Sei dir der Tatsache bewusst, dass von deinem wunderbaren achtzehnten Geburtstag an du in der Lage bist dein Buch des sexuellen Mysteriums und deiner diesbezüglichen Verantwortung unverschämt aufzuschlagen, um deine erotische Geschichte zu beginnen, sie zu erzählen und sie festzuhalten.

Halte diese wenigen, aber verbindlichen Regeln in deinem Herzen, in deinem Kopf und mit deinem Schwanz fest!
Mach aus Sex ein freudvolles und bedeutungsvolles, nie überkommenes Ereignis!


Alle Personen und männlichen Modelle, die auf den Fotos und in den Videos der Internetsite mit Namen CIR in Erscheinung treten, haben an diesen Formen schwulen und freien kreativen Ausdrucks sicher, vernünftig und übereinstimmend teilgenommen und waren zur Zeit ihrer Mitwirkung älter als achtzehn Jahre.
--> "sex statement II"